Abschied von der Kirchensteuer

Plädoyer für ein demokratisches Zukunftsmodell

Reformvorschlag des Dietrich-Bonhoeffer-Vereins (dbv)

Herausgegeben von Karl Martin unter Mitarbeit von Detlef Bald

Publik-Forum-Verlag, 176 S., 12,80 € zzgl. Porto, ISBN 3-88095-115-2

 

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Inhalt des Buches

Die Augenblicks-Stabilität der Kirchensteuer trügt. Die sinkenden Mitgliederzahlen der Kirchen werden sich bald in sinkenden Einnahmen niederschlagen – sofern dies nicht schon jetzt geschieht. Die Bereitschaft der Politik, den Sonderstatus der Kirchensteuer zu verteidigen, wird nachlassen. Selbst unter Kirchenmitgliedern übt eine Mehrheit Kritik am staatlichen Zwangseinzug. Das Reformmodell des dbv besteht aus zwei Elementen:

·        Der staatliche Zwangseinzug wird beendet. Die Kirchensteuer wird von den Kirchen selbst eingezogen.

·        Der Staat entwickelt mit dem „Bürgerguthaben“ eine neue Form der Gemeinwohlfinanzierung, die nicht nur den Kirchen, sondern allen kulturellen, sozialen und gemeinnützigen Einrichtungen in der Gesellschaft zugute kommt.

 

Die AutorInnen des Buches stammen aus den beiden großen christlichen Kirchen sowie aus den Bereichen Politik und bürgerschaftliches Engagement. In einem ersten Abschnitt wird die „Kultursteuer“ in Italien dargestellt, die in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts in Verhandlungen zwischen Staat und katholischer Kirche entwickelt wurde. Den italienischen Regelungen verdankt das dbv-Modell wichtige Anregungen. Der zweite Abschnitt befasst sich mit den gesellschaftlichen Entwicklungen und der Diskussion in Deutschland. In einem dritten Abschnitt werden Reformperspektiven für Europa thematisiert. Das Buch schließt mit biblischen Hintergründen und theologischen Fragestellungen