Frühjahrstagung des dbv in Kirche und Gemeindehaus der Grunewald-Gemeinde Berlin vom 27.-29. März 2020

Einladung

Aus dem August 1944 stammt der von Eberhard Bethge so genannte „Entwurf für eine Arbeit“ (DBW 8,556). Bonhoeffer plante eine theologische Zeitansage, ein Manifest, das „nicht über 100 Seiten lang“ sein und drei Kapitel umfassen sollte: „1. Bestandsaufnahme des Christentums, 2. Was ist eigentlich christlicher Glaube? 3. Folgerungen“.

Bonhoeffer dachte an eine Kirche, die „für andere da“ ist, ohne Eigentum, helfend und dienend, nicht herrschend, Pfarrbesoldung ausschließlich durch freiwillige Gaben der Gemeinden. Was hat uns Bonhoeffer heute, über 75 Jahre später zu „Kirche und Staat“ „Kirche und Gemeinde“, „Kirche und Geld“ Wegweisendes zu sagen – in einer Zeit der nachlassenden Prägekraft der (ehemaligen) „Volkskirchen“, der rückläufigen Zahl ihrer Kirchenmitglieder, ihrer in mehreren Bereichen praktizierten Partnerschaft mit dem Staat? Wollen und können wir seinen radikalen Vorschlägen heute noch folgen? Diese Fragen diskutieren wir mit kompetenten Fachleuten.

In der Grunewald-Kirche haben die Geschwister Dietrich und Susanne Bonhoeffer im Kindergottesdienst mitgewirkt. Am originalen Ort wird zu Lesungen aus Dietrich Bonhoeffers Kindergottesdienstansprachen eingeladen! Beim theologisch-politischen Frühschoppen erweitert PD Dr. Joachim von Soosten den Blick auf Bonhoeffer im Gespräch mit Hanna Arendt und Simone Weil. Er wird damit auf den Erkenntnisweg einladen, den er selbst von Bonhoeffer aus genommen hat.

Ein Höhepunkt gleich zu Beginn: Der dbv lädt in Kooperation mit „EUREFORMATION“ aus Stuttgart zu einer öffentlichen Vorstellung des auf dem Ev. Kirchentag in Dortmund 2019 uraufgeführten und begeistert aufgenommenen musikalischen Theaterstücks „Bonhoeffer – Der mit dem Lied“ ein.