Herbsttagung des dbv im Hanns-Lilje-Haus in Hannover vom 27.-29. September 2019

Einladung

Für die Ausarbeitung seiner „Ethik“ skizzierte Dietrich Bonhoeffer zu „Bildung“:

„Sich in dem Ganzen bewegen können, innere Souveränität; das Weltganze in sich aufnehmen, tragen; das Humanum; Freiheit, nicht Zweckmäßigkeit …“ (Zettelnotiz zur Ethik, Nr. 62).

„Freiheit, nicht Zweckmäßigkeit“ ist in Bildungszusammenhängen aktuell. In unseren Schulen führen weder Digitalisierung und Technisierung, noch diverse Präventionsprogramme zu „Bildung“ in diesem Sinn. Rolle, Thematik und Methodik des Religionsunterrichts im Schulleben sind so strittig wie lange nicht mehr. „Bonhoeffer“ als Thema im Religionsunterricht lohnt einen eigenen Blick.

In der kirchlichen und auch außer-kirchlichen Erwachsenenbildung können mit Bonhoeffer neue Impulse gesetzt werden. Ist Bonhoeffers durchaus auch persönlich gefasste Frage nach dem „wirklichen“ Glauben und danach, wer Jesus Christus für „uns heute“ „eigentlich“ sei, heute (noch?) verständlich? Ist sie überhaupt so wichtig, wie Bonhoeffer sie gemacht hat?

Bonhoeffer bietet sich außerdem an, die Grenzen der fachtheologischen Diskussion zu übersteigen und mit den Philosophen, den Künsten und mit der Politik in ein fruchtbares Gespräch zu kommen. Im Theologischen Frühschoppen am Sonntagvormittag wagen es zwei Theologie-Lehrende aus Hannover mit einem Gespräch Bonhoeffer – Dürrenmatt – Zuckmayer.

Ein Höhepunkt gleich zu Beginn: Die Vorstellung der gläsernen Bonhoeffer-Büste von Ulf Petersen.