Friedensethische Tagung vom 01.-03.Mai 2026 im Augustinerkloster zu Erfurt

Einladung

De politische Debatte und die gesellschaftliche Stimmung ändern sich rasant. Viele reiben sich die Augen: Befinden wir uns etwa schon in einer Vorkriegszeit? Militärisches Denken breitet sich aus und dominiert weithin die Politik und öffentliche Debatten. Großen Einfluss haben die Medien, in einer Gesellschaft, die in weiten Teilen nicht kriegsbereit ist und dies auch nicht sein will. Welche Rolle kommt den Medien zu – den klassischen Medien wie auch den alternativen und den Sozialen Medien? Sind Medien Treiber oder Getriebene der Entwicklung? Alle Medien sind mehr oder weniger zwingend darauf angewiesen, Aufmerksamkeit zu erzielen. Wie geht das zusammen mit dem journalistischen Ethos und ihrer Rolle als ‚vierte Macht‘ in der Gesellschaft? Haben die Medien einen eigenen Kompass, mit dem sie zwischen friedens- und kriegslogischen Ansätzen navigieren können? Die Wahrnehmung und die journalistische Arbeit vieler Medienleute scheint geprägt von Mythen über Krieg und Frieden. Welche Mythen treiben die Medien? Nach welchen Mechanismen bewerten und verarbeiten die Redaktionen Nachrichten, Emotionen und Positionen? Bilden sie die Debatten und deren Standpunkte angemessen ab? Wo und wie kommen die pazifistischen Friedensansätze zu Wort? Wie finden wir heraus aus den Kriegen und dem Krieg generell?

Auf diese Fragen soll die Tagung weiterführende Antworten geben. Ausgangspunkt ist die Vergewisserung eigener geistlicher und ethischer Haltungen. Personen aus der Medienpraxis und aus der Medienforschung werden interagieren, im engen Austausch mit Ihnen - uns teilnehmenden Medien-Rezipienten und -Akteurinnen – ein Trialog. Ziel der Tagung ist, sich für die eigene Medien-Nutzung, aktiv wie passiv, zu qualifizieren und im Dialog mit Medienschaffenden Wege zu einem konstruktiven
Diskurs zu finden, der Frieden stiftet.

Uwe-Karsten Plisch, Vorstandsvorsitzender